Gemeindenachrichten Neugestaltetes Schulumfeld ist Schlussstein der Ortskernsanierung„Auf das Ergebnis können wir stolz sein!“
An einem Samstag freiwillig in der Schule sein – das hätten sich viele Schüler vor einiger Zeit sicher nur sehr schwer vorstellen können. Doch das vergangene Wochenende war anders. Man durfte springen, klettern, rutschen, turnen und das alles auf dem Schulhof der Turmbergschule.
Bei der offiziellen Einweihung des neu gestalteten Schulumfeldes am vergangenen Samstag nahmen die Kinder alle Spielgeräte sogleich in Besitz und testeten sie auf ihre Tauglichkeit.
Die Gestaltung des Schulumfeldes sei eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen, ließ Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz in seiner Ansprache wissen. „Im Vorfeld gab es zahlreiche unterschiedliche Nutzungsvorstellungen von Gemeinde, Schule und Elternvertretern, die man alle unter einen Hut bringen musste.“
Mit der Konzeption von Planerin Anja Grün sei dies gelungen. Diese erläuterte die drei Schwerpunkte, die bei der Gesamtgestaltung in Einklang zu bringen waren: mehr Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Grundschüler, eine Sportanlage mit Multifunktionsspielfeld und einer Sprunganlage sowie eine Infrastruktur mit Zufahrts- und Durchgangsmöglichkeit, Parkplätzen und Fahrradständern.
Bürgermeister Scholz dankte dem Gemeinderat für die Bereitstellung der finanziellen Mittel in Höhe von 500.000 Euro, mit denen sich die Neugestaltung realisieren ließ.
Das Schulumfeld setze den Schlussstein der über 20 Jahre dauernden Ortskernsanierung. Wie ein roter Faden ziehe sich nun die fußläufige Verbindung von der Durlacher Straße über den Hirschweg, die Lepp-Passage und die Marktbrücke bis zum Rathausplatz durch und entschärfe damit die gefährliche Verkehrssituation, so Scholz.
Gleichzeitig seien mit der Schulumfeldgestaltung die Voraussetzungen und äußeren Rahmenbedingungen für die Einrichtung einer Ganztagesschule geschaffen worden, fuhr Bürgermeister Scholz fort.
Die Möglichkeit hierzu habe das vom Gemeinderat im Jahr 2004 beschlossene Kommunale Handlungs- und Entwicklungsprogramm gegeben. Mit einem Investitionsvolumen von über 6 Millionen Euro habe die Gemeinde durch intelligente Finanzierungsmodelle und aus eigener Kraft das Freibad an das Hallenbad verlagern können, in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Ringerverein SV Germania 04 die Kleiberit-Arena errichtet und die Generalsanierung der Walzbachhalle vorgenommen, rief der Bürgermeister in Erinnerung. Damit stehe der E-Bau (Erweiterungsbau auf dem Schulgelände) künftig ausschließlich für schulische Zwecke zur Verfügung.
„Der Gemeinderat hat im Jahr 2004 gut gesät und kann nun passend zur Jahreszeit die Ernte einholen“, verdeutlichte Scholz sinnbildlich das Ergebnis. Hauptamtsleiter Klaus Oberacker und Ortsbaumeister Rainer Kussmann, die für die Federführung in der Planung bzw. in der Umsetzung verantwortlich zeichneten, galt sein besonderer Dank.
Hilfe bei der praktischen Gestaltung gab es auch von anderer Seite: Nach einem eng gesteckten Zeitplan und einigen Überraschungen im Untergrund habe man sich sowohl auf die ausführenden Baufirmen wie auch auf motivierte Eltern und Kinder verlassen können, die sich an zwei Samstagen bei der Pflanzung von Büschen und Bäumen, beim Herstellen von Sitzbänken und vielen kleineren Arbeiten großartig eingesetzt hätten, dankte Planerin Grün den zuverlässigen Helfern.
„Auf das Ergebnis können wir stolz sein“, freute sich Schulleiterin Karin Sebold und wünschte den Kindern viel Spaß mit den nun ausreichend vorhandenen Spielmöglichkeiten, forderte jedoch zugleich zu einem respektvollen und gebührenden Umgang mit den neuen Spiel- und Bewegungsgeräten auf. Dass diese auch Nachmittags in der Freizeit genutzt werden können, darüber zeigte sich Elternvertreterin Brigitte Schneider besonders erfreut.
In Schülerprojekten werden in den nächsten Wochen eine Kletterwand und der Schulgarten entstehen. Auch das Klassenzimmer im Freien bleibt damit kein Traum mehr.
Als Zeichen für die offizielle Übergabe des neu gestalten Schulumfeldes pflanzten Planerin Anja Grün, Elternvertreterin Brigitte Schneider, Bürgermeister Klaus-Dieter Scholz und Schulleiterin Karin Sebold (v.l.n.r.) im Schulhof einen Baum.
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