Brandeinsatz: Der Klassiker als Übungsszenario

Die alljährliche Wehrhauptübung dient dazu, der Bevölkerung die Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Weingartner Roten Kreuz in Form einer sehenswerten Schau zu präsentieren. Wie immer verfolgten auch in diesem Jahr sehr viele Zuschauer das Geschehen, das sich am Schulgebäude mitten im Ort abspielte. Die Annahme war ein Brand in einem Klassenzimmer im zweiten Obergeschoss. Zum Glück waren nur wenige Menschen im Gebäude, denen allerdings vom sich rasch ausbreitenden Rauch der Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten war. Sie wurden - mit einer Brandfluchthaube ausgestattet – über Steckleitern von Feuerwehrangehörigen gerettet und dem Roten Kreuz übergeben. Dieses hatte im Bereich des westlichen Schulhofs einen Verletztensammelplatz mit Liegen und medizinischer Versorgung aufgebaut. Der erste stellvertretende Kommandant Georg-Richard Ziegahn erläuterte den zahlreichen Zuschauern sehr nachvollziehbar Schritt für Schritt das Geschehen, wobei er die einzelnen Handlungsschritte nicht nur vordergründig beschrieb, sondern auch nähere Erläuterungen dazu gab. Jedes der eintreffenden Fahrzeuge hatte einen speziellen Auftrag und die Feuerwehrmänner und –frauen gingen mit überzeugender Sachkenntnis, Ruhe und Besonnenheit zu Werk. Die Besatzung des ersten Großfahrzeugs befasste sich mit der Menschenrettung unter Atemschutz, der dritte Trupp unterstützte den ersten bei der Verlegung der Schlauchleitung während der zweite Trupp die Wasserversorgung vom nächstgelegenen Oberflurhydranten in der Schulstraße herstellte. Nachdem sichergestellt war, dass alle Verletzten das Gebäude verlassen hatten, wurden durch Einsatz eines B-Rohres die Löscharbeiten spektakulär verstärkt und die Schule von außen massiv unter Wasser gesetzt. Nicht zuletzt brachte der Gerätewagen Transport einen der neu angeschafften Rollcontainer mit einem großen Lüfter zum Einsatz. Nach 45 Minuten war der Einsatz beendet. Es war für die Zuschauer nicht nur ein informativer Nachmittag, sondern sie konnten auch beruhigt mit dem Gefühl nach Hause zu gehen, dass auf ihre Wehr zu jeder Zeit Verlass ist und es weder an Ausrüstung noch an Ausbildung fehlt.

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