Pfarrer Jochen Stähle ins Amt eingeführt

Nach einer nur kurzen Vakanzzeit von rund acht Monaten seit dem Wechsel von Bettina Fuhrmann in den Oberkirchenrat hat die evangelische Kirchengemeinde Weingarten wieder einen neuen Pfarrer. Dekan Martin Reppenhagen hat Pfarrer Jochen Stähle in einem feierlichen Gottesdienst, gestaltet vom Posaunenchor und Kirchenchor, im Kreise der Kirchenältesten in sein Amt eingeführt, ihm Gottes Segen zugesprochen und dem Ankommenden in Weingarten viele freundliche Begegnungen gewünscht. Zuvor hatte er ihn kurz vorgestellt: Jochen Stähle ist verheiratet mit Daniela Stähle und Vater von David und Anna-Lea.  Seine letzte Pfarrstelle war in Unteröwisheim. Er habe dort sehr gute Erfahrungen in vielen Bereichen gemacht und seine Gemeinde habe ihn nur ungern ziehen lassen, berichtete Reppenhagen. Aber nach 14 Jahren sei nach eigener Meinung die Zeit für einen Wechsel gekommen. Das sei „ein Qualitätsmerkmal“. In seiner Predigt sprach Stähle von „Visionen“, die er in Gemeinsamkeit, Ehrenamt und Gottesdiensten verwirklichen wolle. „Manchmal sei es leichter, 20 Kilometer zwischen zwei Gemeinden zu überwinden als die Gräben zwischen zwei Menschen.“ Daran wolle er arbeiten. Das Ehrenamt sei stark und ruhe auf viel Engagement und vielen Begabungen. Er freue sich auf viele unterschiedliche Gottesdienste.  Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus begegnete ihm vieles aus dieser Vision in den Grußworten wieder. 

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Jochen Clemens sprach von der „Zukunftswerkstatt“ der Kirchengemeinde, die Vielfalt, Jugend, Gottesdienste und Ökumene beinhalte. Nach diesen Gesichtspunkten sei der neue Pfarrer gesucht worden, „um unsere Gemeinde und die Pläne für ein ökumenisches Gemeindezentrum voranzubringen“. Der katholische Amtskollege Jens Maierhof hatte in den fünf Jahren seines Hierseins „nur Abschiede erlebt“, heute sei die erste Einführung. Er sehe darin ein Zeichen, dass Kirche Zukunft habe. Im gemeinsamen Projekt „ökumenisches Gemeindehaus“ werden die Weingartner Kirchen den Blick für die Stärken des anderen entwickeln. In diesem Sinne überreichte er dem neuen Kollegen mit einem Augenzwinkern das Buch „katholisch und trotzdem okay“. Bürgermeister Eric Bänziger sagte, „Visionen sind keine Phantasien“, wichtig sei „ein gemeinsames Ziel“. Die politische Gemeinde habe mit der evangelischen Kirche ein großes gemeinsames Thema, die Kinderbetreuung. Er werde den Pfarrer unterstützen und wünschte ihm „Glaube, Liebe, Hoffnung“.  Andreas Kärcher sprach für den CVJM, Dorothee Gerber für Jugend und Konfirmanden, Vakanzvertreter Pfarrer Holger Müller für die Kollegen der Region Stutensee-Weingarten und David Metzger für die Mühle Weingarten e.V. Sie alle hießen den neuen Pfarrer auf unterschiedliche Weise in Weingarten willkommen, erbaten sich eine gute Zusammenarbeit und wünschten ihm Raum für seine Ideen und dennoch festen Fuß in der Mitte der Gemeinde.

Pfarrer Stähle dankte für die vielen guten Wünsche. Er dankte auch seinem Kollegen Holger Müller für seine Arbeit in der Vakanzvertretung, den Damen im Pfarrbüro, der Diakonin Elke Seiter als dem guten Geist der Kirchengemeinde sowie der Kirchenband, dem Posaunenchor und allen anderen, die am festlichen Gottesdienst mitgewirkt hatten.

Zurück