Feuerwehr und DRK haben jetzt mehr Platz

Mehr Raum,  mehr Platz, mehr Ordnung und organisatorisch optimierte Abläufe: Der Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus hat den beiden Organisationen Feuerwehr und Rotem Kreuz eine Reihe von Vorteilen gebracht. So waren die geführten Rundgänge das Herzstück beim „Tag der Offenen Tür“. Kommandant Günther Sebold erläuterte die einzelnen Räume. Der Einsatz beginnt beim Umkleideraum. Sind die Wehrmitglieder – Damen und Herren in verschiedenen Räumen - eingekleidet, öffnet sich eine automatische Tür zur Fahrzeughalle. Kehren sie vom Einsatz zurück, so wird die verschmutzte Kleidung abgelegt, in einem Schutzraum deponiert und die Umkleide durch einen separaten Ausgang verlassen. Im selben Trakt befinden sich die neuen Sanitärräume. Der frei gewordene Platz in der Fahrzeughalle, wo sich vorher die Spinde befanden, wird mit Regalen genutzt, in denen Reserve und Einsatzmaterial lagert. Ein Durchgang führt in die geräumige Garage des DRK.

An dieser Stelle erklärte Sebold das neue Schließsystem, in dem jeder einzelne Schlüssel eine der Funktion seines Besitzers entsprechende Leistung einprogrammiert hat. Der DRK-Vorsitzende Jürgen Lother erklärte, dass die geräumige Garage jetzt die Anschaffung eines dritten Fahrzeugs möglich mache. Im Untergeschoss befindet sich der Waschraum für die Einsatzkleidung mit Waschmaschine und Trockner. Im Atemschutzraum werden gebrauchte Masken abgelegt, in einer eigens dafür vorgesehenen Maschine gewaschen, getrocknet, von einem Prüfgerät geprüft, in Tüten eingehüllt und dokumentiert. Die Einhaltung von  Hygiene- und Dokumentationsvorschriften nehmen mittlerweile viel Zeit in Anspruch, sagte Sebold. Darum sei diese Maschine im eigenen Haus ein großer Vorteil. Früher seien die Masken weggebracht worden. Jetzt seien sie anstatt in zwei Tagen in einer Stunde wieder einsatzbereit. Da die Weingartner Wehr sich mit Walzbachtal einen Gerätewart teile, bringe die Walzbachtaler Wehr ihre Geräte hierher. Bürgermeister Eric Bänziger lobte die durchdachte Logistik, in der jetzt alles sehr übersichtlich, logisch und einsatzgerecht ablaufe. Sebold ergänzte, dass abstrakte Vorgaben auf Weingartner Verhältnisse angepasst wurden. Nicht zuletzt präsentierte er den neu möblierten Lehrsaal, dessen Schrankwände weitsichtig als Whiteboard beschichtet wurden. Auch das DRK erfreut sich über neues Mobiliar, einen runderneuerten Sanitärtrakt und einen eigenen Umkleideraum. Der Vorsitzende Lother bestätigte, das DRK sei mit dem Umbau sehr zufrieden und erfreut, dass die Interessen des DRK genauso Berücksichtigung gefunden hätten. Der eigene Umkleideraum sei eine deutliche Verbesserung des Standards. „Das DRK ist zwar ein eigener Verein, aber eine Organisation, die wir brauchen und wir haben sie von den Planungen nicht abgehängt“, erklärte Bänziger. Mit dem Fassanstich war das Fest eröffnet und die Besucher widmeten sich weiteren interessanten Dingen, beispielsweise der Fahrzeugschau beider Organisationen. Kinder vergnügten sich an einem Geschicklichkeitsspiel mit Wasserspritzen und für die Kleinen stand ein Fuhrpark im Dreiradformat zur Verfügung.

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