Der Maibaum steht wieder

Schon von weitem hörten die ersten Besucher, die zum Aufstellen des Maibaums gekommen waren, den Klang der Blaskapelle: Der Festumzug war im Anmarsch! Die Kindergartenkinder hatten sich mit ihren Eltern am Festplatz versammelt und mit selbstgebastelten Blumen aus buntem Papier begleiteten sie den Maibaum stilecht durch die Hauptstraße des Ortes. Werner Burst fuhr den Traktor, von dem der rund zwölf Meter lange Stamm gezogen wurde. Seit Jahrzehnten laden die Gemeinde und der Gewerbeverein zu dieser traditionellen Veranstaltung ein. Mittlerweile hatte der Umzug den Aufstellplatz erreicht, fachgerecht wurden die Seile des Krans am Stamm befestigt. Auf das Kommando des Zimmermanns zog der Kran an.

Die bunte Krone schwankte kurz und es dauerte nur wenige Minuten, dann stand er aufgerichtet und war in seiner Verankerung befestigt. Schließlich wurden noch die Zunftzeichen angebracht. 20 Zeichen, die auf die am Ort vertretenen Handwerker hinweisen, schmücken den Stamm, ebenfalls eine langjährige Tradition. Dann eröffneten die „Notenvagabunden“ aus Rastatt mit klassischer Blasmusik die gemütliche „Hockete“, eines der beliebtesten Feste im Frühjahr. „Endlich Sonne! Der warme Abend heute wird viele Besucher schon für morgen entschädigen, wenn es nicht mehr so schön sein wird“, meinte ein Festbesucher. Recht hatte er auch mit Blick auf die Vergangenheit. Der ersehnte Sonnenschein nach den kühlen Temperaturen der vergangenen Tage lockte die Menschen in Scharen und mancher erinnerte sich an Jahre, in denen dieses Fest total verregnet war.

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