Hochbehälter „Katzenberg“ in Betrieb genommen

Unter großem Interesse der Bevölkerung wurde der neue Trinkwasserhochbehälter „Katzenberg“ eingeweiht. „Weingarten geht auf 10.500 Einwohner zu“, sagte Bürgermeister Eric Bänziger vor der Inbetriebnahme. „Darum war es notwendig geworden, neben dem bisher noch in Betrieb befindlichen Hochbehälter „Setz“ einen weiteren zu bauen, um die Trinkwasserversorgung zu sichern und die Löschwasserkapazität zu erhöhen.“ Damit einher geht auch die Erhöhung des Versorgungsdrucks in der Niederzone. Außerdem hat die Gemeinde ein Notstromaggregat angeschafft, das bei Stromausfall zum Einsatz kommen und die Versorgung wirklich sicherstellen kann. Ein zweites solches Aggregat befindet sich bei der Feuerwehr. 1.250 Kubikmeter Wasser fasst der unterirdische Behälter.

Für das gesamte Volumen und das ausgesprochen landschaftsfreundlich gestaltete und unter Beachtung des Naturschutzes geplante Technikgebäude wurden 8500 Kubikmeter Erdmaterial bewegt. Darunter befindliche große Kalksteine wurden zum Bau von Trockenmauern als Lebensraum von Zauneidechsen wiederverwendet, denn vor allem die Standortfrage spielte an dieser sonnigen Südseite des Katzenbergs eine große Rolle. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen wurden durchgeführt. Die Planungen des Bauwerks übernahm ein Ingenieurbüro aus Karlsruhe, die Bauleitung oblag im Wesentlichen dem Leiter des Ortsbauamtes Oliver Leucht. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2,8 Millionen Euro, berichtete Bänziger abschließend. Andreas Klaus, Vorstandsvorsitzender der BIT-Ingenieure, sprach vor allem die ökologisch günstige Situation an, dass Wasser hier direkt aus der Leitung getrunken werden könne, was nur in sehr wenigen Gebieten der Erde machbar sei. Dann drückten der Bürgermeister, einige Gemeinderäte, Joachim Kößler und Andreas Klaus auf den Knopf, die Jagdhornbläser bliesen die Ehrenfanfare und die 5,50 Meter hohe Wasserkammer wurde erstmals befüllt. Der Inhalt von 1.250 Kubikmeter reiche genau für einen Tag, berichtete Bänziger. Sei der alte Hochbehälter eines Tages abgängig, könne die Anlage um einen zweiten Behälter mit gleichem Fassungsvermögen erweitert werden. Das Grundstück dafür liege schon bereit. Sodann erläuterten Klaus und seine Mitarbeiter die technischen Abläufe.

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