Der Lärmschutzwall wächst

Der Lärmschutzwall entlang der A 5 in Höhe des Ortsteils Waldbrücke kommt voran. „Im ersten Bauabschnitt ganz hinten an der Kreisstraße zwischen Staffort und Waldbrücke haben wir jetzt die Hälfte der Schütthöhe erreicht. Der Revisionsweg wird bereits ausgebildet“, sagt Thorsten Fredrich, örtlicher Bauleiter der bauausführenden Firma Mineralix. „Die Höhe reicht, um jetzt die Köpfe für die Lärmschutzwand zu errichten.“ Der gesamte Wall gliedert sich in vier Abschnitte, jeweils zwischen eins und zwei und drei und vier befinden sich Waldabschnitte, die aus Gründen des Naturschutzes stehen bleiben müssen. Darum wird der Wall hier unterbrochen und durch eine Lärmschutzwand ersetzt. Er habe die gesamten Wände aus Aluminium bereits bestellt, berichtet Fredrich, denn derzeit sei der Marktpreis für Aluminium günstig. Allein die Transportkosten für das schwere Kettenbohrgerät, das 40 bis 60 Tonnen wiege und eigens herbeigeschafft werden müsse, liegen bei zwei- bis dreitausend Euro, so dass es sinnvoll sei, das Gerät nur einmal zu bestellen.

Mit Abschnitt zwei wurde am vorderen Ende begonnen, um ebenfalls die erforderliche Höhe für den Einbau der Wand zu erhalten. Abschnitt drei sei gerodet und die Grundschüttung hergestellt. Einige Bäume müssten noch gefällt werden, sagt Fredrich, aber er wolle erst mit dem Biologen sprechen, ob jetzt im Frühjahr zur Vogelbrutzeit überhaupt der richtige Zeitpunkt hierfür wäre. Bislang seien rund 52.000 Kubikmeter Material eingebracht worden, fährt er fort, das entspreche 100.000 Tonnen oder etwa 5500 Lkw-Fuhren. Das sei etwas weniger als bis zu diesem Zeitpunkt erwartet. Es sei zwar viel Material auf dem Markt vorhanden, aber nur bautechnisch gutes Material, das sich gut verdichten lasse und auch bei anhaltendem Regen seine bauphysikalischen Eigenschaften behalte, sei für dieses Bauvorhaben geeignet. Da aus diesem Grund derzeit nur wenig bis gar keine Anlieferungen erfolgen, werde die Zeit genutzt, Entwässerungsrohre zu verlegen. Diese leiten das Wasser, das von der Autobahn in eine Sickermulde fließt, unter dem Damm hindurch zunächst in eine zweite Sickermulde und dann in den dahinter liegenden Wald. Sie hätten durchaus Anfragen von Baustellen, die Material anliefern wollen, aber zuerst müsse die qualitative Eignung geprüft werden, dann erst werde die Freigabe erteilt, ergänzt Christine Carbone, die Kartographin im Team. Diese Prüfung erfolge durch Fremdüberwachung, ihre Aufgabe sei Protokollführung und Dokumentation, so dass jederzeit genau feststellbar sei, wo welches Material woher und mit welchen Eigenschaften verbaut sei.

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