„Vor ein paar Jahren sah das hier noch ganz anders aus...“

Wer kennt nicht das Gefühl, plötzlich im vertrauten Ort „fremd“ geworden zu sein? Neue  Baugebiete sind entstanden wo vorher grüne Wiese war, markante Gebäude verändern vertraute Ansichten, vieles wurde modernisiert, erneuert, sieht anders aus. So erging es auch zahlreichen Weingartner Senioren in ihrem Heimatort. Anlass genug für den Ortsseniorenrat, bei der Gemeinde nachzufragen, ob nicht eine Seniorenfahrt durch Weingarten möglich wäre. Carmen Schlager aus dem Hauptamt übernahm die Organisation und am 20.04.2017 starteten drei Kleinbusse der Feuerwehr, des DRK und der Gemeinde auf eine Rundfahrt durch Weingarten. 

Erste Station und Treffpunkt waren die Walzbachhalle. Hier begrüßte Bürgermeister Eric Bänziger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und lud sie zu einer Besichtigung des runderneuerten Walzbachbades ein. Von dort aus ging es ins direkt angrenzende Neubaugebiet „Moorblick“. Alle Straßenbauarbeiten sind abgeschlossen, die private Bebauung ist in vollem Gange und die Bepflanzung der Wohnhöfe beginnt. Nächster Halt: Eisberg. Die Gruppe genoss den herrlichen Ausblick über den Ort, bevor die Fahrt zum flächenhaften Naturschutzgebiet „Steppenheide“ am Bittberg auf der Rückseite des Kirchbergs führte und von dort aus zur Siedlung „Sallenbusch“, am Waldrand des „Höheforst“ vorbei zur Siedlung „Sohl“ und von dort aus zum neuen Hochbehälter am Katzenberg. Bürgermeister Bänziger erklärte den Seniorinnen und Senioren die Notwendigkeit dieses Neubaus. Mit wachsender Einwohnerzahl steigen der Trinkwasserbedarf und die Notwendigkeit, die Löschwasserkapazität zu erhöhen. Weiter ging die Fahrt in die Burgstraße. Hier geht der erste Bauabschnitt seinem Ende entgegen. Im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße wurde den Senioren der Kindergarten St. Franziskus „Am Eisweiher“ gezeigt, der seit 2015 eröffnet ist und Platz für 40 Kinder ab drei Jahren in Ganztagesbetreuung bietet. Auf dem ehemaligen TSV-Gelände am Buchenweg war Gelegenheit, die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber zu besichtigen. Diese bietet in einem Gebäude Platz für 53 Personen. Das zweite Gebäude wird zurzeit in Wohnungen umgebaut und anschließend durch die Gemeinde genutzt. Der Abschluss fand bei Kaffee und Kuchen in der Forsthütte am Baggersee statt. Bürgermeister Bänziger bedankte sich bei allen, die zu diesem gelungenen Nachmittag beigetragen haben. Im Herbst wird es wieder eine solche Fahrt geben.

Zurück