„Es war eine ereignisreiche Zeit, die wir nicht missen möchten“: Weinkönigin Elisa und Prinzessin Elina geben einen Rückblick

Noch knappe drei Monate dauert die Amtszeit von Weinkönigin Elisa Kaufmann und ihrer Prinzessin Elina Holzmüller. Auf dem Straßenfest am 15. Juli werden sie ihre Nachfolgerinnen krönen. Die beiden jungen Frauen berichteten der Turmberg-Rundschau von einer ereignisreichen Zeit.

Worin liegt der Schwerpunkt in diesem Job?  

Elisa: Wir sind Repräsentantinnen der Gemeinde Weingarten und sind auf deren Veranstaltungen präsent, aber ebenso vertreten wir die Winzergenossenschaft (WG). Das bedeutet, dass wir beispielsweise Messen besuchen, selbst Weinproben veranstalten oder zumindest ausschenken, Einladungen anderer WGs annehmen.

Wie groß ist der zeitliche Aufwand?

Elina: Auswärtige Termine sind es bis zu 20 im Jahr, dazu kommen die kleineren innerhalb der Gemeinde. Der umfangreichste war ein Besuch in der Partnergemeinde Olesa über drei Tage. Der Schwerpunkt liegt im Sommer und Herbst, wenn viele Weinfeste sind.

Habt Ihr Euer Amt auch einmal als Belastung empfunden?

Elisa: Die meisten Termine sind am Wochenende und viele Freitagabends. Das muss man vorher mit dem Arbeitgeber abstimmen.

Elina: Wenn drei bis vier zusammenkommen, wird es anstrengend. Schade war, wenn wir so viele Anfragen hatten, dass wir was absagen mussten. Dann wären drei Mädels besser als zwei.

Elisa: Dass man sich mal nicht so gut fühlt, kommt vor, aber wenn man dann das Kleid anzieht, ist das gleich anders. Lächeln gehört dazu, Stress hatten wir nie.

Wurdet Ihr angemessen empfangen und bekamt Aufmerksamkeit?

Elina: Immer. Vor allem diejenigen Besucher haben uns bewundernd angesehen, die diesen Brauch nicht kannten, und die Kinder waren beeindruckt und begeistert.

Elisa: Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht und manchmal auch einen Blumenstrauß bekommen.

Gibt es einen Auftritt, den Ihr nie vergessen werdet?

Elina: Ein unvergesslicher Abend war das Straßenfest, bei dem wir gewählt wurden, das Interesse der vielen Menschen und der feierliche Augenblick auf dem Rathausplatz bei der Krönung. Elisa: Sehr schön war auch die Einladung nach Schliengen auf einen Weinmarkt. Herr Grether hat uns herumgeführt und uns echt gewürdigt.

Elina: Aber das Highlight in unserem Amt war die Begegnung mit der Bundeskanzlerin auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe, wo Wein von unserer WG ausgeschenkt wurde.

Musstet Ihr fachliche Fragen beantworten und fühltet Ihr Euch gut vorbereitet?

Elisa:  Ja, zu Anfang hatten wir noch Lampenfieber, aber das legt sich. Man lernt dazu und wird mit der Zeit routinierter.

Gab es auch Enttäuschungen?

Elina: Nur dann, wenn Einladungen versprochen und nicht gehalten wurden. Das fanden wir enttäuschend, denn wir sind beide sehr engagiert und nehmen die Sache ernst, haben aber auch sehr viel Spaß daran.

Was würdet Ihr persönlich als den größten Gewinn bezeichnen?

Elina:  Der größte Gewinn liegt in der persönlichen Entwicklung. Die Auftritte fördern das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen. Man wächst in vieler Hinsicht, was einem auch beruflich zu Gute kommt.

Ist Weinkönigin oder –prinzessin zu sein ein toller Job?

Elisa: Wir würden es jedem Mädchen empfehlen, sich zu bewerben, denn das ist ein Ehrenamt, in das man sonst nicht so leicht hineinkommt und von dem man nur profitieren kann. Man lernt Menschen kennen, knüpft Kontakte und kommt herum.  Auch das Wahlsystem ist cool. Wir finden es gut, dass Kenntnisse gefragt werden und man sich profilieren kann. Toll, dass die Gemeinde Weingarten das so unterstützt.

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